Die Keynotes der PyCon DE 2011

Wir sind stolz, für die erste deutsche Python-Konferenz drei großartige Keynote-Speaker aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Python-Community gewonnen zu haben.

Jan Lehnardt: "Es ist nur Code"

Mittwoch, 15:30 – 16:30 Uhr

Jan Lehnardt Jeder Programmierer kennt diese Unterhaltung. „Ich mache grade ein Projekt in Sprache XY…” – „Ieh! In XY, wirklich?!” Loyalitätsbekundungen zu Programmiersprachen sind nicht selten und in der Regel auch gut. Oft jedoch schwingt die Stimmung von „wir finden alle Python/PHP/Ruby/Perl gut” zu „wir finden alles andere doof!”. Zu oft. Diese Keynote nähert sich der Python Gemeinde von außen und bringt zahlreiche Einblicke in andere „Gemeinden”, und sogar „Religionen” mit und versucht mit gegenseitigen Vorurteilen aufzuräumen. Denn wenn wir alle (alle alle) zusammenarbeiten können wir besser voneinander lernen und unser Programmiererleben einfacher, schöner und entspannter machen.

Jan Lehnardt ist Mitentwickler von Apache CouchDB, Mitgründer der Firma Couchbase, Mitveranstalter der Konferenzen JSConf EU, Berlin Buzzwords und CouchConf, Mitautor des O’Reilly Buches “CouchDB: The Definitive Guide”. Er macht also viele Sachen „mit“ :) Er wohnt in Berlin, spielt Schlagzeug und fährt gerne Mountainbike.

Paul Everitt: "How It Happened: Stories and Lessons from Inside Zope and Other Projects"

Donnerstag, 15:30 – 16:30 Uhr

Paul Everitt Ever heard of Zope? Ever heard of it recently? Being a leader, then not, in a large open source project over a long period of time generates a lot of funny stories. And mistakes. And even, moments of wonder, not always intentionally. In this talk I‘ll cover a number of insider stories from the life of Zope and Plone, then analyze them from the safety of perspective. The long view can help show what makes a big project vary in success over time measured in decades. I will also include stories and lessons from long-running, successful leaders in other Python projects.

Paul Everitt is a partner in Agendaless Consulting, providing high-end services for web applications in Python, Plone, and Pyramid. He specializes in project management for large, complex content management deployments, particularly in the non-profit sector. Paul co-founded Agendaless after four years in France while starting and running a non-profit business partner network for Plone and Zope.

In 1993, Rob Page and Paul Everitt co-founded Digital Creations, the creators of the first open source application server. Paul served in a number of positions, including Vice President of Products and CEO. During his tenure, Paul helped transition Zope from a proprietary application server to a leading open source solution, including 3 rounds of venture capital in excess of $14M.

Prior to Zope Corporation, Paul was an officer in the United State Navy. He was in charge of software offerings within a department focused on business use of Internet technology. Oriented on services and efficiency, the department became financially self-sustainable. In the process, Paul launched www.navy.mil in 1993 as one of the first thousand public websites.

Andreas Schreiber: "Informatik für die Welt von Morgen"

Freitag, 13:30 – 14:30 Uhr

Andreas Schreiber In ingenieurwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen werden in vielen Bereichen Technologien für unsere Welt von Morgen entwickelt. Beispielsweise im DLR für Mobilität auf der Erde, in der Luft und im Weltraum und für den Erhalt unserer Umwelt. Informatik spielt dabei eine wichtige Rolle.

Dabei ist wichtig, dass Informatik und spezielle Softwaretechnologie die Arbeit der Ingenieure effektiv unterstützen und voranbringen, ohne sie in ihrer wissenschaftlichen Freiheit und Kreativität zu behindern. Dies erreicht man durch benutzbare, einfach zugängliche und nahtlos in die existierende Arbeitsumgebung integrierbare Softwaretechnologien. Beispielsweise problem-spezifische Benutzeroberflächen, leicht zu erlernende Programmiersprachen oder übersichtliche High-Level-APIs für Anwendungen und Bibliotheken. Als eine Standardsprache im wissenschaftlichen Bereich findet insbesondere Python immer größere Verbreitung. Zusammen mit leistungsfähigen Bibliotheken wie NumPy, wird Python zunehmend ein Ersatz für etablierte ingenieurwissenschaftliche Standardtools wie MATLAB.

Damit kann man bereits viele Aufgaben bewältigen. Im Vortrag werden dazu Beispiele für einen erfolgreichen Einsatz von Python gezeigt, zum Beispiel High-Perfomance-Computing-Anwendungen. Zusätzlich werden aber auch die existierenden Lücken und Schwächen angesprochen.

Andreas Schreiber ist Wissenschaftler im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Er leitet dort die Abteilung für Verteilte Systeme und Komponentensoftware an den DLR-Standorten Köln-Porz, Berlin-Adlershof und Braunschweig. Er hat Technomathematik an der Technischen Universität Clausthal studiert und war bei der Bundeswehr und beim Argonne National Laboratory tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen verteilte Systeme, Grid- und Cloud-Computing, Software-Integration, High Performance Computing und Software Engineering, jeweils mit Schwerpunkt auf ingenieurwissenschaftlichen Anwendungen. Sein spezieller Arbeitsschwerpunkt liegt in der Nutzung von Open-Source-Software und moderner objektorientierter Sprachen (insbesondere Python) zur Unterstützung komplexer ingenieurwissenschaftlicher Aufgaben und zur Automatisierung von Software-Engineering-Prozessen.

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